Was kostet ein Maklerverwaltungsprogramm? Preise und Preismodelle 2026
Die meisten MVP-Anbieter nennen Preise nur auf Anfrage. Was Maklerverwaltungsprogramme wirklich kosten, welche Preismodelle üblich sind und wie Sie Angebote fair vergleichen.
Wer für sein Maklerbüro Software sucht, stellt schnell fest: Bei der Frage nach dem Preis wird es still. Die meisten Maklerverwaltungsprogramme (MVP) nennen keine öffentlichen Preise. Dieser Beitrag ordnet ein, was Sie erwarten können und wie Sie Angebote fair vergleichen.
Es geht hier um Software für Versicherungsmakler und Finanzberater, nicht um Immobilienmakler-Software.
Die kurze Antwort
Für ein vollwertiges MVP sollten Sie mit einem zweistelligen bis niedrigen dreistelligen Betrag pro Nutzer und Monat rechnen, plus mögliche Einmalkosten für Einrichtung und Datenmigration. Öffentlich machen ihre Preise derzeit nur wenige Anbieter:
- Insurgo: ab EUR 89 pro Nutzer und Monat im Jahresvertrag (EUR 108 monatlich), Zusatzmodule wie Postfach Plus oder der KI-Agent kosten extra.
- FinPortal: CRM 97, Pro mit allen KI-Funktionen 147 pro Nutzer und Monat (CHF/EUR, jährlich 970 beziehungsweise 1’470).
Bei keasy, AMS, VIAS, zeitsprung, aB-Agenta und Smart Admin gilt: Preis auf Anfrage. Eine Übersicht über diese Programme finden Sie im Anbieter-Vergleich.
Warum so wenige Preise öffentlich sind
Viele MVPs werden pro Büro konfiguriert. Welche Module Sie brauchen, welche Schnittstellen (BiPRO, GDV), ob Daten aus einem Altsystem migriert werden, wie viele Nutzer geschult werden: All das verändert den Preis. Das Angebot entsteht im Gespräch, nicht auf der Website.
Das ist legitim, hat für Sie aber eine Konsequenz: Sie vergleichen Angebote, nicht Preislisten. Und Angebote sind nur vergleichbar, wenn der Leistungsumfang gleich geschnitten ist.
Die üblichen Preismodelle
In der Praxis begegnen Ihnen drei Muster:
- Preis pro Nutzer und Monat: das häufigste Modell, oft mit Jahresvertrag.
- Grundpreis plus Module: der Einstiegspreis wirkt günstig, Courtageabrechnung, BiPRO-Client, Kundenportal oder KI-Funktionen kommen einzeln dazu.
- Nutzungsabhängige Modelle: etwa bei Smart Admin, wo der Preis von der Nutzung abhängt.
Dazu kommen mögliche Einmalkosten: Einrichtung, Datenübernahme aus dem alten System, Schulung.
So vergleichen Sie fair: die Gesamtkostenrechnung
Der Fehler, den wir am häufigsten sehen: Ein Grundpreis wird mit einem All-inclusive-Preis verglichen. Rechnen Sie stattdessen für jedes Angebot die gleiche Zahl aus: Gesamtkosten pro Nutzer und Monat, inklusive aller Module, die Sie wirklich brauchen, plus anteilige Einmalkosten auf 36 Monate verteilt.
Und rechnen Sie die zweite, oft grössere Zahl dazu: die Arbeitszeit, die das System nicht abnimmt. Ein Programm, das nach jedem Kundengespräch 15 bis 30 Minuten Handarbeit übrig lässt, kostet bei vollen Kalenderwochen mehr als jede Lizenz. Wie sich das gegen eine Admin-Stelle rechnet, zeigen wir im Beitrag Admin-Mitarbeiter einstellen oder Software nutzen?
Wann günstig teuer wird
Kostenlose oder sehr günstige Setups haben ihren Platz, vor allem in der Gründungsphase. Wo die Grenze liegt, haben wir im Beitrag Kostenlose Versicherungsmakler-Software beschrieben. Kurz: Sobald Follow-ups liegen bleiben oder das CRM nicht mehr stimmt, zahlen Sie den Preis in Umsatz statt in Franken.
FinPortal geht deshalb den umgekehrten Weg: zwei Pläne, beide Preise öffentlich, 97 (CRM) und 147 (Pro mit allen KI-Funktionen) pro Nutzer und Monat, in CHF oder EUR. Was die Software im Alltag erledigt, steht auf der Seite Software für Versicherungsmakler.
Häufige Fragen
- Was kostet ein Maklerverwaltungsprogramm pro Monat?
- Die meisten Anbieter nennen Preise nur auf Anfrage. Öffentlich sind derzeit Insurgo (ab EUR 89 pro Nutzer und Monat im Jahresvertrag, Module extra) und FinPortal (CRM 97, Pro mit allen KI-Funktionen 147 pro Nutzer und Monat, CHF/EUR). Bei Modul-Modellen liegt der reale Preis oft deutlich über dem Einstiegspreis.
- Warum nennen so wenige MVP-Anbieter öffentliche Preise?
- Viele Programme werden pro Büro konfiguriert: Module, Schnittstellen, Migration und Schulung unterscheiden sich stark. Der Preis entsteht erst im Angebot. Das macht Vergleiche mühsam, ist aber in der Branche üblich.
- Welche versteckten Kosten haben Maklerverwaltungsprogramme?
- Typisch sind Einrichtungs- und Migrationskosten, kostenpflichtige Module (etwa Courtageabrechnung oder BiPRO-Client), Schulung und die Arbeitszeit, die weiterhin in manuelle Dateneingabe fliesst. Rechnen Sie immer die Gesamtkosten pro Nutzer und Monat.
- Was kostet FinPortal?
- FinPortal CRM kostet 97, FinPortal Pro mit allen KI-Funktionen 147 pro Nutzer und Monat (CHF/EUR, jährlich 970 beziehungsweise 1'470), ohne Setup-Gebühr. Vorher gibt es einen 14-Tage-Pilot mit vollem Pro-Umfang.